Veranstaltung mit Micky Wenngatz und Florian Ritter in Solln

München – „Man darf dem Rechtspopulismus kein Podium bieten“: So lautete die Kernaussage von Micky Wenngatz, SPD-Landtagskandidatin und Beauftragte gegen Rechtsextremismus des BA 19, bei der Diskussion mit Florian Ritter, Landtagsabgeordneter und Sprecher der SPD-Landtagsfraktion zur Bekämpfung des Rechtsradikalismus, am Mittwochabend in Solln.

Ritter sagte: „Wir müssen den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern.“ Soll man eine völkisch-nationalistische Partei wie die AfD mit ihren menschenfeindlichen Parolen also ignorieren oder nicht? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Diskussion. Wenngatz: „Mit den Wählerinnen und Wählern der AfD rede ich – mit ihren offiziellen Vertreterinnen und Vertretern nicht. Wenn man mit den Gaulands und Weigels diskutiert, trägt man dazu bei, dass die rassistischen und nationalistischen Positionen der AfD immer normaler erscheinen.“

Das aktuelle Vorgehen der CSU, die versuche, „die AfD rechts zu überholen“, sei daher gefährlich für die Demokratie, so Wenngatz: „Seehofer, Söder und Co. verwischen den Unterschied zwischen rechts und rechtsradikal. Damit wertet die CSU die AfD auf und trägt zu Spaltung unserer Gesellschaft bei.“

Durch Diskussionen mit der AfD gehe außerdem wertvolle Zeit verloren: „Da setzt man sich mit Hetzreden über ,denIslam’ und ,die Flüchtlinge’ auseinander statt mit realen Problemen – wie Renten, Arbeitszeiten, Löhnen und Mieten.“ Mit den Wählerinnen und Wählern der AfD aber diskutiere sie sehr wohl, betonte die Landtagskandidatin: „Rassistischen Parolen müssen wir entgegentreten. Protestwählerinnen und -wählern müssen wir Alternativen aufzeigen.“

JPG-Download: Ritter, Wenngatz, Vorländer bei der Diskussionsveranstaltung
PDF-Download: Diskussion „Kein Podium bieten“